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Vom Leben nach dem Tod zu wissen, ist sehr wichtig! (wmuws 001)
#1
 
Es gibt tatsächlich eine ganze Reihe von Tatsachen, die man gewöhnlich nicht erfährt, die ungeheuer wichtig sind für den weiteren Verlauf des persönlichen Daseins. Wer diese Dinge nie erfährt, hat erhebliche Nachteile hinzunehmen.
 
Der erste große Nachteil entsteht, wenn man glaubt – was bei der großen Mehrzahl der Menschen der Fall ist –, daß man durch den Tod aufhört zu existieren. Das ist definitiv nicht der Fall. Wer aber an das Ende seiner Existenz glaubt, hat nach dem Tode größte Probleme, sich zurechtzufinden. Er verbringt oftmals Jahre in Verwirrung und Verzweiflung wenn er keinerlei Kenntnis der wahren Zusammenhänge besitzt. Daher ist jedem zu wünschen, daß er zumindest so weit kommt, daß er ein Weiterleben nach seinem Tode für möglich hält. Diese Tatsachen gehen aus der spirituellen Forschung Rudolf Steiners hervor, der keinerlei Vermutungen sondern reine Beobachtungsresultate mitteilt und von daher unbedingt als wissenschaftlich anzusehen ist.
Wie aber kann man sich die menschliche Existenz vorstellen, wenn der Körper stirbt? Der Körper ist eben nicht das ganze Mensch, sondern nur eine Art Gefäß und Werkzeug für den eigentlichen, nicht-materiellen Menschen. In diesem Körper ist ein unsichtbarer Lebenskraft-Organismus tätig, der den Stoff bildet und wechselt. Wenn dieser den Körper verläßt, löst sich der Leib auf, er verwest. In diesem Lebenskraft-Organismus sitzt wiederum ein immaterieller Organismus, den wir die Seele nennen können und der uns das Bewußtsein verschafft. In diesem Bewußtseins-Organismus wird alles bemerkt, was dem Menschen zugänglich ist. Hier erscheinen Wahrnehmungen, Empfindungen, Gefühle, Gedanken und Willensimpulse. Das diese alle nicht materiell sind, wird man sicherlich nachvollziehen können. Niemand käme auf die Idee, ein Gefühl oder einen Gedanken als materiell zu bezeichnen. Es handelt sich um seelische und geistige Escheinungen.
In diesem Bewußtseins-Organismus lebt nun erst der eigentliche Mensch, das Ich, welches von geistiger und seelischer Natur zugleich ist. Diese Ich, daß man gewöhnlich als die Persönlichkeit bezeichnet, ist all das, was den jeweiligen Menschen ausmacht: Sein Wissen und Können, seine Erlebnisse und Erfahrungen, sein Schicksal mit allen Höhen und Tiefen, die Veranlagungen, das Temperament, das Geschlecht und die Konstitution – einfach alles, was er über sich wissen kann, macht den bewußten Teil seines Wesens aus. Das Wesen umfaßt allerdings nicht nur das bewußte Sein, sondern einen umfangreichen unbewußten Teil. Dieses Ich, der eigentliche oder geistige Mensch, verfügt über das Selbstbewußtsein und nimmt in sich alle Erkenntnisse und Erfahrungen auf. Während der Leib nach dem Tode verwest und der Lebenskräfte-Organismus sich auflöst, bleibt die Seele, dieser Bewußtseins-Organismus, noch eine Weile nach dem Tode erhalten. An ihm findet eine wichtige Auswertung des vergangenen Lebens statt. Erst nach zwanzig bis dreißig Jahren ist diese Auswertung abgeschlossen, was zur Auflösung diese Wesens-Teiles führt. Was nachbleibt ist das Ich, das nun reiner Geist ist und in den Weiten des Kosmos lebt, um ein nächsten Leben vorzubereiten.
Das Ich des Menschen ist ewig und der Sinn seiner Existenz liegt in der Entwicklung, die durch jedes Leben prinzipiell voranschreiten kann. Wenn aber der Mensch das nicht weiß, dann lebt er falsch und stellt damit die Weichen für seine nachtodliche Existenz. Das Leben nach dem Tode ist vom Bewußtsein her ein noch viel intensiveres als das Leben auf der Erde. Die spirituelle Forschung Rudolf Steiners ergab, daß der Mensch durch seine Gedanken während des Lebens, die Art seine Daseins nach dem Tode bestimmt. Der Mensch wird nach dem Tode zu dem, als was er sich im Leben denkt. Denkt er, daß seine Existenz mit der Zeugung begann und mit dem Tode enden wird, so kommt er zu einem widersprüchlichen Dasein. Er glaubt nicht an seine Existenz, ist aber noch da und begreift dies nicht als Toter. Rechnet er mit einem Weiterleben nach dem Tode, so begreift er immerhin seine Situation. Allerdings ist die nachtodliche Existenz ja eine immaterielle, so daß alle Gedanken über die materielle Welt nach dem Tode ihre Bedeutung verlieren. Hier werden jetzt spirituelle Gedanken gebraucht. Durch seine spirituellen Gedanken und Gefühle im Leben erzeugt sich der Mensch ein Licht für die seelische und die geistige Welt, in welchen er als Toter lebt. Wer als reiner Materialist stirbt, ist nach dem Tode für lange Zeit ein Blinder. Er denkt im Leben, daß es nur Materie gibt und kann daher nach dem Tode für lange Zeit das Nichtmaterielle nicht erkennen. Wer dagegen mit immaterieller Existenz von Seele und Geist rechnet, der nimmt diese Welten sogleich nach dem Tode wahr.
 
Insofern meine ich den Titel dieser Artikel-Serie durchaus ernst. Es handelt sich tatsächlich um Dinge, die eigentlich jeder wissen müßte, bevor er stirbt.
 
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